Nach Buchveröffentlchung am 30.06.2022 entstanden weitere Gedichte.
Einigen möchte ich hier Platz geben:
GLÜCK
Ich fand was ich suchte
In wenigen Tagen
Nach Jahren des Forschens
Und so viel Fragen.
Ich fand, wen ich suchte,
solange vermisst,
Ohne zu wissen,
dass du es bist.
Ich fand nun die Lösung,
Die Knoten zu lösen,
Der Freudensprung weckte
Kräfte des Bösen.
Ich fand jedoch Wege,
Hindurchzugehen.
Wenn auch nicht für viele,
Für mich gab's Verstehen.
Ich hatte zu leiden,
Angst durchzustehen,
Mit Fehlern und Schuld
Musste ich weitersehen.
Der Strudel hinab
Führte mich auf den Grund.
Dort stiess ich mich ab,
Es begann nun das Und.
Die Lösung löste
Was zugedeckt,
Ich zeigte mich närrisch,
Nichts blieb verdeckt.
Mit offenen Sinnen
Und neuem Verstand
Verließ ich erneut
Vertrautes Land.
Ich fand neue Heimat,
Arbeit und Frau
Und mit ihr Liebe
Mein Glück ganz genau!
Brandenburg an der Havel, bei der off.lit.
23.05.2025
DU und ICH
Ich blicke zurück
und sehe mein Glück,
die Gnade, das Leid,
zu heilen soweit.
Ich suchte zu finden
Antwort und Sinn,
aus Schicksal ergründen
wurde schließlich "Ich bin".
Alles zu geben
war mein Bestreben;
nicht nur für mich
sondern vor allem für Dich.
Wer auch immer es war,
das "DU", das ich sah,
das ich fühlte im Herzen,
mit Freude und Schmerzen,
mir war wichtig zu geben,
doch es galt:
auch Nehmen und Leben.
Nun bin ich alt,
darf mich nicht mehr verheben.
Meine Fehler und Schwächen,
hinterließen Gebrechen,
ich war und bin
niemals perfekt,
auch wenn manches mir
und anderen nicht schmeckt.
Für heute und hier
möchte Danke ICH sagen
Dir, der mich antrieb, zu stellen die Fragen,
von Leben und Sinn, was will es mir sagen?
Ich trage mein Leid und genieße mein Glück,
Alles andere ist Schicksal, Deins geb` ich zurück.
Mögest du den Weg gehen, der für dich bestimmt
und auch danken können, für das, was gelingt.
Mögest du Frieden finden und Kraft für die Schuld,
die ein jeder trägt, gönn dir Geduld.
Wage zu lieben, habe Mut zu verstehen,
trau dich zu fühlen, dann ist vieles zu sehen.
Strenge dich an, sei mutig zu dehnen,
das alte „ICH“, riskiere aussöhnen.
So viel will ich sagen,
so viel liegt im Magen;
so langsam gilt für mich:
Trete zurück,
genieße dein Leben
und dein Stück vom Glück.
Jürgen Behring, Wusterwitz, 23.Mai 2025
Einkehr
Einkehr.
Immer wieder.
Den Weg spüren,
Sich orientieren,
Um nicht zu verlieren
Die Spur.
Sie ward einst gefunden,
Es folgte Erkunden
Von so viel Leben,
Leben und Sinn.
Was soll ich sagen,
Es bleiben noch Fragen
Wie weitergeben
Mein frohes Ich bin?
Ich bin.
Nur?
29.03.2025
Haus Klara, Kloster Oberzell, Zell bei Würzburg
Aufstellungsseminar mit
Dr. Albrecht Mahr
Wer bin ich?
2024
Wer bin ich?
Wer bin ich in Wahrheit?
Gnothi seauton.
Wer bin ich?
Leben und Sinn.
Nüchtern gut leben
Wenn das Leben anders wird.
Ich bin
Wie ich bin.!?
Antworten,
Fragen
Auf der Heldenreise
Leben.
Wusterwitz 2024
Der Spirituellen Krise Schatz
In der Spirituellen Krise
sind zu finden nicht nur Miese.
Zu validieren ist der Schatz,
der Kern zu bergen, er braucht Platz.
Es ist zu heilen und zu formen
das Selbst, das Ich jenseits von Normen,
die alt und sicher für die sind,
die ängstlich und gebunden sind;
die halten fest an Diagnosen
und allzu oft bösen Prognosen,
die sich schön eingerichtet haben
und sich an vollen Trögen laben
der Kirche und der Wissenschaft,
entgegen Wahrheit, Liebe, Kraft.
Im Chaos startet Neubeginn,
der Sockel ist für Leben, Sinn;
doch Grenzen braucht und festen Grund,
den Rahmen für die Farben bunt.
Mit Zeit und Raum,
man glaubt es kaum,
kann wachsen, was undenkbar ist;
doch fühlbar, spürbar und geahnt –
die Frage ist, wie wird gebahnt?
Ich kann auf viel Erfahrung blicken
Und hier und da auch Hoffnung schicken.
Das Leben hat und findet Wege,
sind eng und wacklig auch die Stege.
Manchmal sind Brücken auch zu bauen,
die größte lautet „Gottvertrauen“.
Schließlich, dies gilt, ob alt, ob jung,
die Krise fordert einen Sprung.
Dann ist zu finden in einem Satz
der Spirituellen Krise „Schatz“.
Wusterwitz, 12/2023
Schimpfen
Ich würde so gerne schimpfen
laut toben, wüten, platzen;
Doch könnte ich damit jemand
an seinem So sein kratzen.
Ich weiß, ich wüsste es richtig,
Ich denke, es ist wichtig,
Das alles endlich besser wird,
Wer ich nur der, der andere führt.
Doch muss ich klagend sagen,
mich tut ja keiner fragen!
Und schrei ich‘s laut aus mir heraus,
lauscht nicht mal eine Kirchenmaus.
Oder, man sagt, ich wär verrückt,
einer der wohl nicht richtig tickt!
Unanständig, dumm, falsch gepolt,
links, rechts, alt, unreif, überholt.
So geh ich meiner Arbeit nach,
halt mich zurück so Tag für Tag,
beschränke mich auf kleines Stück
von Wohlstand, Liebe, Lebensglück
Und ab und zu reim ich es raus
Die Welt ist ein verrücktes Haus!
Wusterwitz, 2.9.2022
Enlightenment (Erleuchtung)
Wer bin ich in Wahrheit?
Halte die Frage,
lausche nach innen,
höre und sage
was schließlich klar
hinaus aus dir dringt.
Nehme dich wahr,
was ist und was klingt.
Suche im Fragen
Sinn, deine Wahrheit.
Suchst du im Innen
scheint schließlich Klarheit.
Doch sie braucht ein Du,
braucht Ohren, die hören,
schnell wird sie Mu,
kann auch verstören.
Willst du wirklich Wahrheit,
ist Wahrheit dein Wille?
Dann braucht es ein wir
für Worte und Stille.
Wusterwitz, 31.07.2022
Gartenglück
Voller Freude, Glück und Sinn
ich in meinem Garten bin.
Sitze froh auf meiner Bank,
immer wieder "Gott sei dank".
Büsche, Bäume, Gartengrün,
Sträucher, Blumen, stetes Blühn.
Und im Winkel voller Grazie,
heißgeliebte Goldakazie.
Dass ich hier nun angekommen,
was hab ich auf mich genommen!
Außen, innen, vor, zurück,
jeder Blick Gartenglück.
Wusterwitz, 08.07.2022
Der See
Klein und unscheinbar und still
ruht und grüsst und nährt Idyll
lockt mit Strand an warmen Tagen
antwortet auf alte Fragen.
Wege riefen, sie zu gehen,
vieles war schwer zu verstehen.
Folgen hieß es innerem Streben
nach Glück, Sinn und Überleben.
Ruhe kehrt mit Dir nun ein,
Alltag voller Fülle, Sein.
Nichts ruft mehr, wenn ich Dich seh,
kleiner Wusterwitzer See.
Wusterwitz, 08.07.2022
Schwarzer Schwan
Schwarzer Schwan,
mein lieber,
es ging drauf und drüber.
Spannungen entluden sich,
ich jubelte und freute mich.
Gefunden war, was suchte ich.
Nach Jahren, Reisen und viel Ringen,
Verzicht, Verlust von vielen Dingen.
So vieles musste daran glauben,
ich fand, was niemand mir kann rauben.
Ich ließ die Heimat und vertrautes Denken,
für Arbeit hieß es, sich verrenken.
Hier war ich einfach, schlicht bescheiden,
dort grandios, gar zu beneiden.
Den Menschen, der ich offenbar
immer wieder anders war,
den Menschen gab es nicht in einem Stück.
Die Vielfalt war mein ganzes Glück.
Die Farbenpracht, das Kunterbunt,
bekannt mit „Meiers“, „Doktors“ und
Menschen, die am Rande stehen
und anderen, die viele sehen.
in Bundestag, Bestsellerlisten,
auf Bühnen und Rennfahrerpisten,
bei Toten Hosen, Konferenzen,
egal ob Freak, ob Eminenzen,
Umsonst & Drau0en, teuer drinnen,
wo überall war ich mit Sinnen!
Und überall war ein Stück „Ich“,
im Spiegel sah ein jeder sich.
Verwirrend bunt und dann der Knall:
Ein Schwarzer Schwan mit Glück und Fall,
Verlust, Gewinn in einem Zug
durchschritt ich Tunnel, Schein und Trug,
Gefahr, Missachtung, Einsamkeit.
Die Spreu vom Weizen trennte Zeit.
Antwort um Antwort folgte dann
aus dem Geschehn und irgendwann
stand ich nach konequentem Ringen,
neuem Leben, neuem Singen,
neuem Denken, viel Gelingen
von Glück und Liebe eingehüllt
von Sinn und Freude neu erfüllt
und sage „Lieber Schwarzer Schwan –
Du machtest mich zum ganzen Mann“.
Brandenburg an der Havel, Mai 2022
Leben und Sinn